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Vorsorge

Was wir von der berühmten Framingham Studie lernen können

Warum entwickeln manche Menschen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere nicht? Die berühmte Framingham-Studie hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir heute verstehen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht einfach zufällig auftreten, sondern dass bestimmte messbare Faktoren das Risiko erheblich beeinflussen.

Guenther Patterer · 1 Min. Lesezeit

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Die Framingham-Herzstudie (Framingham Heart Study) ist eine der einflussreichsten und längsten medizinischen Langzeitstudien der Welt. Sie begann 1948 in der Stadt Framingham im US-Bundesstaat Massachusetts. Ziel war es herauszufinden, warum manche Menschen Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln und andere nicht.

Mehr als 5.000 Erwachsene im Alter von etwa 30 bis 62 Jahren untersucht. Sie wurden über viele Jahre hinweg regelmäßig medizinisch untersucht und zu ihrem Lebensstil befragt. Später wurden auch ihre Kinder und Enkelkinder in die Studie aufgenommen.

Die Framingham-Studie half dabei, zahlreiche wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu identifizieren, darunter:

  • Bluthochdruck
  • hohes LDL-Cholesterin („schlechtes" Cholesterin)
  • niedriges HDL-Cholesterin („gutes" Cholesterin)
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Alter und Geschlecht

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass man Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht nur behandeln sollte, wenn sie bereits aufgetreten sind. Stattdessen kann man bestimmte Risikofaktoren früh erkennen und behandeln, um beispielsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern.

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Forschung auf zahlreiche weitere Erkrankungen und Gesundheitsbereiche ausgeweitet, beispielsweise:

  • Schlaganfall
  • Herzinsuffizienz
  • Vorhofflimmern
  • Demenz und kognitive Leistungsfähigkeit
  • Osteoporose
  • Schlafstörungen
  • Genetische Faktoren

Die Framingham-Studie läuft seit mehr als 75 Jahren und hat Tausende wissenschaftliche Veröffentlichungen hervorgebracht. Sie gilt als ein Meilenstein der Präventivmedizin.

Galerie

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Quellen

  1. KANNEL WB, DAWBER TR, KAGAN A, REVOTSKIE N, STOKES J 3rd. actors of risk in the development of coronary heart disease--six year follow-up experience. The Framingham Study — PMID: 13751193 (1961) · DOI: 10.7326/0003-4819-55-1-33