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Bluttests

Insulinresistenz frühzeitig erkennen: Frühwarnsignale und Marker

Insulinresistenz entwickelt sich oft unentdeckt über Jahre ohne offensichtliche Symptome. Die frühzeitige Erkennung von Veränderungen im Stoffwechsel ist jedoch wichtig, um das Risiko für Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken und ernsthafte Folgeerkrankungen zu vermeiden. Welche Frühwarnsignale und Marker sollten regelmäßig überprüft werden?

gue · 2 Min. Lesezeit

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Was ist Insulinresistenz?

Zucker aus der Nahrung wird im Körper in Glukose umgewandelt, um in den Zellen Energie herzustellen. Insulin ist ein Hormon, das dabei hilft, die Glukose aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren.

Bei einer Insulinresistenz reagieren Körperzellen weniger empfindlich auf Insulin. Die Bauspeicheldrüse produziert dann zunächst ausgleichend mehr Insulin, um die Glukose aus dem Blut in die Körperzellen zu bringen. Der Blutzucker bleibt dann über längere Zeit noch im Normalbereich. Genau das macht eine Insulinresistenz so schwer erkennbar.

Mit zunehmender Insulinresistenz kann die Bauchspeicheldrüse die erhöhte Nachfrage irgendwann nicht mehr vollständig kompensieren. Der Blutzucker beginnt zu steigen. Daraus kann zunächst eine Prädiabetes und langfristig ein Typ-2-Diabetes entstehen.

Welche Marker helfen bei der Früherkennung von Insulinresistenz?

Veränderungen in der Stoffwechselgesundheit können mit Hilfe von 7 Basismarker sehr gut erkannt werden (Marker mit Angabe, wo Normalwerte liegen sollten):

  1. Nüchtern - Blutzucker: unter 100 mg/dl
  2. Nüchtern – Triglyceride: unter 150 mg/dl
  3. HDL Cholesterin: über 40 mg/dl (Männer) und über 50 mg/dl (Frauen)
  4. Hämoglobin A1c (HbA1c): unter 5.7%
  5. Gesamtcholesterin zu HDL: unter 3.5, optimal unter 1
  6. Hüftumfang: unter 102 cm (Männer) und unter 89 cm (Frauen)
  7. Blutdruck: nicht über 120 / 80 (ohne Einnahme von Blutdrucksenkern)

Wichtig dabei ist, alle Marker nicht einzeln und im Kontext zu beurteilen. Die einzelnen Faktoren verstärken sich gegenseitig. Deshalb sollte man nicht darauf warten, dass typische Symptome auftreten.

Die Daten erzählen viel darüber, was in den Körperzellen vor sich geht:

  • Nehme ich generell zuviel Zucker / Kohlenhydrate in der Nahrung zu mir?
  • Wie gut funktioniert der Transport von Glukose in die Körperzellen?
  • Steigt mein Blutzucker im Blut, weil der Zugang zu den Körperzellen zunehmend blockiert ist?
  • Ist mein Hämoglobin zuviel “verzuckert”, weil langfristig zuviel Glukose im Blut sich befindet?
  • Habe ich schon längere Zeit erhöhten Blutdruck? Wenn Körperzellen nicht mehr gut auf Insulin antworten, führt eine Kettenreaktion zu erhöhtem Blutdruck?
  • Wie gut funktioniert generell die Energieproduktion in den Mitochondrien, den “Kraftwerken” in unseren Körperzellen?

Im Zentrum von Gesundheit steht “metabolische” Gesundheit. Ursachen von Insulinresistenz bis hin zu einem metabolischen Syndrom sind in unserer westlichen, modern Gesellschaft oft ein ungesunder Lebensstil: Bewegungsmangel, chronischer Stress und eine kalorienreiche und vor allem zuckerreiche Nahrung. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass eine konsequente Änderung des Lebenstils sehr rasch große Verbesserungen mit sich bringt.

Wenn Sie den Verdacht auf eine Insulinresistenz haben, besprechen Sie Ihre individuellen Risikofaktoren und geeignete Untersuchungen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ein einzelner Laborwert sollte jedenfalls nicht isoliert interpretiert werden.

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